Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,



soziale Aufgaben und das Geld, das tut sich manchmal schwer zusammen. Da gibt es Kritik an der Geldwirtschaft und wie ich denke zu Recht an einer Fixierung des Lebens auf Marktwert, Dax und Gehaltsstreifen. Geld regiert in der Tat zu oft die Welt und lässt andere unbezahlbare Werte wie Liebe, Nächstenliebe, Freundschaft, Solidarität hintenanstehen. Das tut uns nicht gut als Gesellschaft, wenn alles in Euro und Dollar verrechnet wird. Aber soziales Engagement braucht auch Geld. Wo wären die vielen Hilfsmöglichkeiten, wenn nicht auch Spenden hierfür zur Verfügung gestellt würden. Geld an sich ist nicht zu verurteilen. Es muss nur kritisch gesehen werden, wenn Menschen ihr Herz daran hängen, wenn es zum Götzen wird, zum Zentrum und Inhalt des Lebens. Ich denke, in Zukunft wird es ein etwas unverkrampfteres Verhältnis zwischen sozialem Engagement und Geld geben müssen nach dem Motto

einerseits:
Tue Gutes und rede darüber.
Andererseits:
der Mensch ist mehr als sein Marktwert, Gemeinschaft mehr als an der Börse ablesbar.
Stiftungen sind fest im öffentlichem Bewusstsein verankert und werden als beachtlicher Faktor der Förderung des Gemeinwohls geschätzt. Neben Staat und Wirtschaft etabliert sich zunehmend eine "dritte Säule" - die aktive Bürgergesellschaft, die nicht alles dem Staat überlässt und die Planung ihrer Zukunft auch als eigenes Anliegen begreift. Staatliches und privates Engagement können sich jedoch in einem positiven Sinn ergänzen. Jeder kann einen großen Zweck stiftungsmäßig dadurch fördern, dass er sein Geld nicht als Spende, sondern als Zustiftung zum Stiftungskapital der bestehenden Stiftung gibt. Durch Stiftungsgelder wird soziales Profil für nicht abrechenbare Leistungen ermöglicht. Die Fuldaer Integrationsstiftung (FIS) wird die Möglichkeit bieten, soziale Behindertenarbeit in Fulda unabhängiger zu gestalten. Sie zeigt einen Weg, durch bürgerschaftliches Engagement Verantwortung für den Nächsten zu übernehmen und auch Vorsorge für die Zukunft zu treffen. Es geht um das Teilen der Starken mit den Schwachen! Wir alle als Bürgerinnen und Bürger haben soziale Verantwortung. Alle sind herzlich eingeladen, auch die Wirtschaft, sich daran zu beteiligen. Gemeinwohl und Eigennutz müssen nicht Gegensatz sein, sondern können konstruktiv verknüpft werden.

Also:
lassen Sie sich anstiften zur Nächstenliebe, stiften Sie andere an, gehen wir gemeinsam stiften.


Stiften war und ist keine Angelegenheit des Einzelnen, sondern wird und wurde von vielen getragen. Stiftungszweck:

Was können Stiftungen leisten? Was ist stiften? Stiftungen sind auf Dauer angelegt. Das Stiftungsvermögen muss in vollem Umfang erhalten werden, nur die Erträge des Vermögens stehen zur Verwirklichung des Stiftungszweckes zur Verfügung. Der Zweck der Stiftung wurde durch die Satzung unveränderlich festgelegt. Durch Spenden und Zustiftungen können Kapital und Erträge vermehrt und so die Möglichkeiten, nachhaltig zu wirken, gesteigert werden.



FIS schenkt Zukunft FIS hilft dauerhaft, Integrationsarbeit zu finanzieren. Gemeinnützige, mildtätige Stiftungen sind eine hervorragende Möglichkeit, Menschen mit Behinderungen zu helfen.
FIS engagiert sich für Menschen mit Behinderungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Sie begleitet Menschen in entscheidenden Phasen des Lebens. Stiftungen sind transparent, sie unterliegen der Kontrolle der Stiftungsaufsicht.

Stiftungen helfen. Je mehr Menschen einen Teil dazu beitragen - desto mehr ist zu erreichen. Stiftungen leben vom Engagement vieler. Stiftungen wollen Gutes tun. Sie engagieren sich für andere und nützen damit der Gesellschaft.
Zukunft lässt sich auf diese Weise gestalten, denn anders als jede andere Organisationsform ist die Stiftung grundsätzlich auf Dauer angelegt.

    Fuldaer Integrationsstiftung (FIS)
    Heinrich-von Bibra-Platz 1d
    36037 Fulda
    Telefon: O661 901 65 34
    Fax:      O661 901 65 35
Stiftungskonto bei der Sparkasse Fulda Bankleitzahl 530 501 80 Konto Nummer 13000145

Sorgt euch um das Wohl der Stadt, betet für sie und kümmert euch um die Schwächsten unter euch, damit Fulda eine lebenswerte und liebenswürdige Stadt bleibt.
Alles Gute und Gott befohlen!"
Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick bei seiner Verabschiedung anlässlich des Empfangs der Stadt Fulda


Das Bild zeigt Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick mit Jochen bei den Special Olympics